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Sekundarstufe I
Pädagogische Leitlinien
Unser Unterricht ist persönlichkeitsbildend und wissenschaftsorientiert. Wir vermitteln Kompetenzen, Kenntnisse und Arbeitsmethoden, die dem forschenden Denken dienen und so helfen, Probleme zu verstehen und eigenständig Lösungen zu finden.
Wir regen dazu an, dass die Schüler Freude an lebenslangem Lernen haben und bereit sind, Verantwortung für sich und die Umwelt zu übernehmen.
Wir orientieren uns an deutschen und internationalen Standards und vergleichen unsere Leistungen in externen Tests.
Der Aufbau der Sekundarstufe I
Die Sekundarstufe I reicht von der Klasse 5 bis zur Klasse 10 mit dem Übergang zur gymnasialen Oberstufe. Sie wird von etwa 60 Schülerinnen und Schülern besucht. (Durchschnitt der letzten Jahre) Sie wird als G8 Gymnasium mit integriertem Unterricht geführt. Es gilt der gymnasiale Lehrplan Thüringens. Dieser ist für alle Deutschen Auslandsschulen verbindlich. Er ist innerhalb der deutsch-internationalen Schulen in Asien detailliert abgesprochen.
Die Klassen 4 und 5 bilden als Transitionsklassen den Übergang von der Grundschule zur Sekundarstufe I. Eine didaktisch-methodische Abstimmung zwischen der Grundschule und der Sek.I in den Transitionsklassen soll die schulische Entwicklung der einzelnen Schüler unter besonderer Berücksichtigung ihrer Persönlichkeitsentwicklung sowie der Entwicklung der Fachkompetenzen und Schlüsselqualifikationen – insbesondere dem Schreiben, Lesen, Rechnen - kontinuierlich ermöglichen.
Elternberatung und eine vorläufige Schullaufbahnprognose beginnen hier frühzeitig, um durch rechtzeitige Information und entsprechende Förderung die bestmöglichen Lern- und Leistungsanforderungen anbieten zu können.

Die Unterrichtsarbeit der Klasse 5 orientiert sich an gymnasialen Lernzielen, eine äußere Leistungsdifferenzierung durch Einteilung in Leistungskurse erfolgt in der Regel nicht. Am Ende der Klasse 5 wird eine Entscheidung über den Schul- und Leistungskurs ab Klasse 6 gefällt. Die Schüler aller Schularten werden weiterhin binnendifferenzierend gemeinsam unterrichtet.
Ab Klasse 6 wird weiter binnendifferenziert unterrichtet. Die Schüler aller Schularten bleiben im Klassenverband. Die Förderung der Schüler entsprechend ihrem individuellen Leistungsstand kann angesichts recht kleiner Lerngruppen mit einem Durchschnitt von derzeit 12 Schülern pro Klasse gut geleistet werden.
Die Klasse 10 bildet den Abschluss der Sekundarstufe I und schließt mit einer teilzentralen Prüfung ab. Sie ist gleichzeitig die Transitionsklasse zur gymnasialen Oberstufe. Lernziele und Unterrichtsthemen, die im ehemaligen 13-jährigen deutschen Schulsystem der Klasse 11 vorbehalten waren, werden unterrichtet.
Abschlüsse
Durch Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) der Bundesländer ist die Deutsche Schule Manila berechtigt, den Hauptschulabschluss (nach Klasse 9), den Realschulabschluss und die Be¬rechtigung zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe (nach Klasse 10) zu erteilen. Die Berechtigung wird am Ende eines zentralen Prüfungsverfahrens der KMK unter Aufsicht eines Prüfungsbeauftragten vergeben und ist unmittelbar in allen Bundesländern anerkannt.
Anschluss nach Klasse 10
Die Schüler mit der Berechtigung zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe wechseln ohne Zusatzanforderungen an die Gymnasien in der Bundesrepublik Deutschland.
Die Klassen 11 und 12 werden in der deutschen Abteilung als “Diploma Programme” der IBO mit Deutsch als Unterrichtssprache in den Fächern Biologie und Geschichte so angeboten, dass die erworbenen Diplomazeugnisse in bezug auf den Nachweis der Studienberechtigung an Universitäten in der Bundesrepublik den innerdeutschen Zeugnissen gleichgestellt sind. Zusätzlich werden sie ohne Einschränkung weltweit an allen Universitäten anerkannt.
Fächer
Zu den bereits in der Grundschule unterrichteten Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Kunst Musik, Ethik und Sport treten in Klasse 5, Biologie, Erdkunde und Informatik hinzu. Ergänzend zum herkömmlichen Unterricht wird im Jahrgang 5 eine informationstechnische Grundbildung (ITG) angeboten. Geschichte folgt in Klasse 6.
Der Unterricht Französisch als zweite Fremdsprache setzt für alle Schüler verpflichtend in Klasse 6 ein. Er beträgt in der Regel bis zur Klasse 10 durchschnittlich 4 Wochenstunden.
Englischunterricht jenseits der Ländergrenzen
Ab der Klasse 4 bis zur Klasse 9 findet der Englischunterricht in 3 “Stufen” (stages) auf 4 Leistungsebenen (S, C, B, A) und jahrgangs¬übergreifend gemeinsam mit den Schülern der Ecole Française de Manille statt.
S-Level ist Englisch auf grundlegendem Niveau. Die Level C und B übersteigen das Anforderungsniveau der entsprechenden Jahrgänge der Thüringer Lehrpläne, sie finden auf erhöhtem gymnasialen Niveau statt. Die Niveaustufe A ist in der Regel den bilingualen Schülern vorbehalten.

Lehrpläne
Es gilt der Lehrplan Thüringens für das achtjährige Gymnasium. (G8-Lehrplan) Er ist für alle deutschen Auslandsschulen (Nordhalbkugel) verbindlich vorgegeben. Die deutsch-internationalen Schulen in Asien haben ihn detailliert aufeinander abgestimmt. Die DSM hat ihn in eigene, schul¬interne Lehrpläne ausgearbeitet.
Leistungsmessung und Elterninformation
Die Schule folgt den Vorgaben der Kultusministerkonferenz. Über diese Vorgaben hinaus finden im Herbst und im Frühjahr zusätzlich Konferenzen zur Leistungsfeststellung und Elterninformation statt. Besondere Lern- und Förderempfehlungen dienen dem besseren Erreichen der Lernziele
(Ordnung zur Leistungsmessung).
Haupt- und Realschüler
Hauptschüler können in der Deutschen Schule Manila aufgenommen werden. Notwendige Voraussetzung ist in der Regel das Bestehen eines Eingangstestes.
Realschüler nehmen mit den anderen Schülern gemeinsam am Unterricht teil. Die Gruppengröße von maximal 18 Schülern garantiert die Möglichkeit der Anwendung von differenzierenden Unterrichtsmethoden. Mit zunehmendem Jahrgang müssen die Schüler selbstständig differenzierte Aufgabenstellungen bearbeiten, die nicht unbedingt im Klassenverband besprochen werden. In Klasse 10 unterscheiden sich Inhalte und Leistungsanforderungen deutlich vom Gymnasialplan
Für Realschüler, die nach ihrem Realschulabschluss in Klasse 10 in die gymnasiale Oberstufe in Deutschland oder anderswo übertreten wollen, gelten besondere Bestimmungen, die vom Bund-Länder Ausschuss für schulische Arbeit im Ausland (BLASchA) beschlossen wurden.
Realschüler mit ähnlich gutem Abschluss können nach der Klasse 10 auch am Diploma Programme der IBO, also am Unterricht unserer Klase 11 und 12 teilnehmen.

Schülerbetreuung
Jede Klasse wird von einem Klassenlehrer betreut. Der Klassenlehrer bespricht mit seiner Klasse organisatorische Angelegenheiten wie individuelle Arbeits- und Zeitplanung, Planung von Hausaufgaben und Klassenarbeiten, die Planung von Veranstaltungen, wie Unterrichtsgänge. In den meisten Fällen, besonders in der Unterstufe, erteilt der Klassenlehrer in zwei Fächern seiner Klasse Unterricht, sodass sichergestellt ist, dass er die Schüler regelmäßig sieht, besser kennen lernen und beraten kann. Sollte ein Schüler Probleme haben, wird er sich zunächst an den Klassenlehrer wenden, der, entsprechend seiner Verantwortung, den Schüler mit Rat und Hilfe unterstützt.
Der Klassenlehrer ist ein wichtiges Bindeglied zwischen den Eltern und der Schule. An der deutschen Abteilung wird von den Lehrern erwartet, dass sie sich bei auftretenden Problemen mit den Eltern in Verbindung setzen; ebenso sollten die Eltern die Schule über Probleme ihrer Kinder informieren.
Vertrauenslehrer
Jedes Jahr wird ein Lehrer von den Schülern als Vertrauenslehrer gewählt. Dieser Lehrer unterstützt die Schülervertretung und steht als Ansprechpartner für jeden Schüler zur Verfügung. Der Begriff "Vertrauenslehrer" wurde gewählt um zu verdeutlichen, dass ihre Angelegenheiten vertraulich von den Lehrern behandelt werden.
Koordinator der Sekundarstufe I
In das System der Schülerbetreuung ist auch der Koordinator der Sekundarstufe I mit eingeschlossen.
Klassenfahrten
Während des Schuljahres finden für die Schüler diverse Ausflüge und Klassenfahrten statt. Besonders zu erwähnen sind das Berufspraktikum der Klasse 9 im Frühjahr. Die Fahrten sind häufig mit sozialen und Umweltprojekten, die aus dem Unterricht entwickelt werden, verbunden.
SV (Schülervertretung)
Jede Klasse wählt zwei Vertreter für die Schülervertretung. Es ist ihre Aufgabe, die Klasse in der Schulversammlung zu repräsentieren und deren Interessen zu vertreten. Aus ihrer Reihe wählen sie den Schülersprecher.
Ganztagsangebote
Die Schüler nehmen gemeinsam mit den Schülern der Ecole Française de Manille an Ganztagsangeboten an den freien Nachmittagen teil. Die Angebote umfassen sportliche, musisch-künstlerische und gestalterische Arbeitsgemeinschaften. Auch Mandarin und andere Fremdsprachen können angeboten werden.