Unsere Umwelt verstehen
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Ein Exkursionstag der Jahrgangsstufe 10 im Las Piñas–Parañaque Wetland Park
Von Tanmay Nagar – Klasse 10E

Am 27. April besuchte die Klasse 10E den Las Piñas–Parañaque Wetland Park, ein geschütztes Feuchtgebiet südlich von Manila. Als wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten trägt das Gebiet wesentlich zum Erhalt der Biodiversität in Metro Manila bei und fungiert zugleich als natürliches Filtersystem für Wasser. Für die Schülerinnen und Schüler der Fächer Biologie und Geographie bot die Exkursion die Gelegenheit, Unterrichtsinhalte praktisch anzuwenden und wissenschaftliche Methoden außerhalb des Klassenzimmers zu erleben.
Ein zentraler Bestandteil des Tages war die Arbeit mit dem Zufallsstichprobenverfahren. Bei dieser Methode wird sichergestellt, dass jeder Abschnitt eines Untersuchungsgebiets die gleiche Wahrscheinlichkeit hat, ausgewählt zu werden. Sie kommt häufig in ökologischen Studien zum Einsatz, etwa zur Untersuchung von Pflanzenbeständen in Wald- oder Mangrovengebieten. Durch diese Vorgehensweise können Daten möglichst objektiv erhoben und aussagekräftig ausgewertet werden.
Zu Beginn stand die Beobachtung verschiedener Vogelarten auf dem Programm. Besonders für den Geographieunterricht bot dies einen anschaulichen Einblick in die Artenvielfalt des Gebiets und die Bedeutung von Feuchtgebieten als Ökosystem. Auf Freedom Island führten die Schülerinnen und Schüler anschließend praktische Untersuchungen mit Quadraten durch, um Daten zu sammeln und im Unterricht erlernte Methoden unter realen Bedingungen anzuwenden. Trotz der hohen Temperaturen stellte die Arbeit im Freien eine bereichernde Erfahrung dar. Parallel dazu führten die Biologieschülerinnen und -schüler Wasseranalysen in verschiedenen Bereichen des Parks durch. Dabei wurden unter anderem pH-Werte bestimmt und Proben auf Schadstoffe wie Quecksilber untersucht. Diese praktischen Untersuchungen verdeutlichten, wie sich Umweltverschmutzung auf empfindliche Lebensräume auswirken kann. Die Geographieschülerinnen und -schüler untersuchten währenddessen die Verschmutzung entlang der Küste und dokumentierten die gefundenen Abfälle ebenfalls mithilfe des Zufallsstichprobenverfahrens. Im Vergleich zu früheren Jahrgängen zeigte sich dabei ein spürbarer Rückgang des Müllaufkommens – ein positives Zeichen für ein wachsendes Umweltbewusstsein. Neben den wissenschaftlichen Aufgaben bot der Tag auch Raum, die Natur unmittelbar zu erleben. Das Beobachten von Krabben an der Küste, gemeinsame Erkundungen sowie das Arbeiten inmitten des Schutzgebiets ermöglichten persönliche Eindrücke, die über die eigentlichen Untersuchungen hinausgingen. Solche Erfahrungen trugen dazu bei, die Bedeutung und zugleich die Verletzlichkeit dieses Ökosystems besser zu verstehen. Den Abschluss der Exkursion bildete ein Besuch im Informationszentrum des Parks. Dort erfuhren die Schülerinnen und Schüler mehr über die globale Bedeutung von Feuchtgebieten. Obwohl sie nur etwa sechs Prozent der Erdoberfläche bedecken, bieten sie Lebensraum für rund 40 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten weltweit. Diese Zahlen verdeutlichten nochmals die wichtige Rolle des Schutzgebiets für die Erhaltung biologischer Vielfalt. Die Exkursion der Klasse 10E war damit weit mehr als ein Schulausflug. Sie verband theoretisches Wissen mit praktischer Forschung und ermöglichte es, ökologische Zusammenhänge direkt vor Ort zu beobachten. Gleichzeitig bot sie Anlass, die Bedeutung von Naturschutz und nachhaltigem Handeln bewusster wahrzunehmen. Als letzte gemeinsame Exkursion mit Ms. Grisela war dieser Tag zudem ein besonderer Abschluss eines gemeinsamen Lernabschnitts.













